Geschichte und Ursprung
Das Konzept der Orientxpress ist eng verbunden mit dem legendären Transsibirischem Express, einem Zuglauf zwischen Moskau und Kowojam in Sibirien. Der erste solcher Züge lief am 1. November 1916 von Paris nach Istanbul aus, um den europäischen und asiatischen Teil Europas zu verbinden. Diese Route folgte der alten orientexpress-casino.com.de Seifenstraße, einer Handelsroute zwischen Europa und Asien. Mit dem Aufkommen des Schienenverkehrs im 20. Jahrhundert war dies eine Innovation für die Zeit.
Die Betreibergesellschaft
Der französische Bahngesellschafter Compagnie Internationale des Wagons-Lits (CIWL) hatte das Recht, den Zug zu betreiben und wurde später von der französischen Staatsbahnen erworben. Während dieser Zeit änderten sich die Routenfahrpläne mehrmals, aber 1977 wurde schließlich eine feste Route ausgewählt, zwischen Paris und Istanbul.
Die Züge und ihre Bequemlichkeiten
Das Luxusangebot der Orientxpress bot einen exklusiven Reiseerlebnis für die Passagiere. Jeder Zug war mit komfortablen Schlafwagen und Restaurants versehen und bot spezielle Service- sowie Essensbereiche an Bord. Aufgrund des Konkurrenzdrucks von Fluglinien wurde jedoch das Angebot geändert, sodass der Betreiber weniger Luxus bieten musste.
Die Route und Reiseziele
Das Hauptziel war die Verbindung zwischen Westeuropa (insbesondere Paris) mit dem Osten (Asiens), insbesondere Istanbul. Die Fahrt dauerte etwa 80 Stunden und bot Passagieren Gelegenheit, an verschiedenen Stationen zuzusteigen oder abzusteigen. Wichtige Städte entlang der Route waren beispielsweise Wien, Budapest, Bukarest, Athen, Thessaloniki, Izmir, Smyrna (heute İzmır), Istanbul und weitere Haltstellen in Bulgarien und Griechenland.
Finanzielle Probleme und Betriebseinstellung
Mit dem Aufkommen der Fluglinien wurde die Orientxpress zunehmend wirtschaftlich weniger attraktiv. Ab 1977 schrittweise abgebaut, wurden letzte Fahrt 2009 zwischen Istanbul und Paris durchgeführt, aber ohne jede weitere Ausweitung oder Änderung des Netzwerks. Trotz aller Bemühungen verlor die Orientxpress seinen Platz am Markt.
Kulturelle Einflüsse und Folgen
Die Entwicklungen in der Verkehrswelt während der zweiten Hälfte des 20.Jahrhunderts zwingen sich nunmehr zu einer anderen Route umzugestalten, um den neuen Bedürfnissen Rechnung tragen. Die Orientxpress-Route und -Konzeption haben jedoch auch kulturelle Einflüsse hinterlassen.
Historische Perspektive
Das Konzept der Orientxpress wurde von vielen als das ultimative Erlebnis für eine Weltreise gesehen, da es in einer Zeit, die vor den globalen Verkehrsmöglichkeiten des heutigen Zeitalters steht. Die Entwicklung und Bedeutung der Betriebe dieser Züge sind ein Beweis dafür, wie sich Geschäftsmodelle aufgrund von gesellschaftlichen Änderungen verändern.
Praktische Fragen
Nach dem Ende der Orientxpress-Betrieb stellte eine breite Öffentlichkeit viele Fragen und wollte wissen, ob es nochmals möglich sein würde. In Wirklichkeit gibt es heute immer wieder Möglichkeiten für neue Reisen, wie z.B., wenn man einen Zug mit anderen Passagieren teilen möchte.
Gegenwart
In neuerer Zeit gab es mehrere Versuche von Touristenreisevereinigungen (z.B. Railjet oder Eurail), das Angebot ähnlich konzipierter Züge in Europa und Asien wieder einzuführen, aber bislang ohne den Status eines traditionellen Betriebs wie die Orientxpress.
Zusammenfassung
Die Geschichte der Orientxpress ist eine Kombination aus historischem Hintergrund des Schienenverkehrs, Konkurrenz mit dem Luft-Verkehr und dem Ende dieses Modells in einer zunehmend wirtschaftlich orientierten Welt. Trotzdem hat das Konzept bleibende Wirkung in der Reiseindustrie hinterlassen.
